Teilrevision Ortsplanung Trub

Die Teilrevision der Ortsplanung Trub beinhaltet die Ausscheidung der Gewässerräume sowie die Anpassung des Baureglementes an die neuen Begriffe und Messweisen im Bauwesen (BMBV).

Der Mitwirkungsanlass vom 27. Februar 2019 wurde mit rund 65 Personen bereits gut besucht und stiess auf grosses Interesse. Inzwischen ist die Mitwirkungsphase am 15. März 2019 abgelaufen. Die Möglichkeit der Mitwirkung wurde denn auch intensiv genutzt. Insgesamt wurden 51 Eingaben zur Ausscheidung der Gewässerräume bei der Gemeinde deponiert. Zur mehrheitlich technischen Anpassung des Baureglementes wurde hingegen keine einzige Rückmeldung gemacht.

Die vorgesehene Ausscheidung der sehr breiten Gewässerkorridore erregt die Gemüter, insbesondere die der Landwirte, stark. Da praktisch das ganze Gemeindegebiet innerhalb des Bundesinventares der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) bzw. im BLN-Objekt Napfbergland liegt, gelten hier nach Art. 41a eidg. Gewässerschutzverordnung strengere Berechnungsgrössen für die Gewässerräume. Das heisst, innerhalb des BLN-Gebietes sind diese nach der Biodiversitätskurve und nicht nach der milderen Hochwasserkurve auszuscheiden. Was sehr technisch klingt – und tatsächlich auch ist – wird kaum verstanden.

Die Konsequenz daraus ist, dass bspw. das Gewässer „Trueb“ stellenweise einen Korridor von 43 m aufweisen muss und damit nur 2 m unter dem übergeordneten Gewässer „Ilfis“ liegt. Dies führt bei den Bewirtschaftern zu Unverständnis und zu Forderungen nach Anwendung der deutlich weniger einschneidenden Hochwasserkurve. Auch mit dieser könne den Schutzzielen des BLN-Objektes absolut genügend Rechnung getragen werden, so der allgemeine Tenor der Eingaben. Diese Haltung wird unterdessen auch vom Berner Bauern Verband gestützt.

Die Begehren werden nun von den Behörden geprüft und in den Mitwirkungsbericht aufgenommen. Anschliessend geht das Gesamtpaket an den Kanton zur Vorprüfung. Nach dem Terminplan soll die Teilrevision den Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom 6. Dezember 2019 zum Beschluss unterbreitet werden.

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